Petrolismus. Erdöl – Ideologie gewordene Substanz

picture of green nature turning desert

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Event in arabischer und deutscher Sprache – Mittwoch 01. Juli 2026 ab 19 Uhr
in der Ulme 35, Ulmenallee 35, Berlin-Westend, Bitte um Anmeldung: Anmeldelink

Ein Panel und zum Abschluss ein Buffet

Schon wieder ein Krieg in Nahost!? Es geht doch nur ums Öl!!, ist die kurze Formel, die oft als Antwort auf Fragen für die Gründe dortiger Konflikte zu hören ist. Aber warum? Was macht das Erdöl weltweit unentbehrlich und zur mother of all conflicts in the Middle East?

Aus aktuellem Anlaß widmen wir uns also in dieser Veranstaltung dem Thema ‘Petrolismus‘: Wir werden die Geschichte der Erdöl-Ökonomie beleuchten und den Stoff Erdöl und seine Auswirkungen auf Denken, Gesellschaften und Umwelt aus verschiedenen Perspektiven betrachten. Denn in der aktuellen, durch den Irankrieg hervorgerufenen, Krise wird deutlich, dass es nicht nur um den Preis des Benzins an der Tankstelle geht, sondern dieser Stoff quasi omnipräsent ist und in unzähligen Produkten des Alltags vorkommt.

Um diese und andere Fragen rund um das Thema ‘Petromoderne’ wird sich unsere Veranstaltung drehen.

19 Uhr – Panel: Petromoderne und Petrolismus

In dieser Podiumsdiskussion wollen wir den „Petrolismus“ und seine Folgen beleuchten und dabei nicht nur die westlichen Länder – die Verbraucher – in den Blick nehmen, sondern auch die Länder im Nahen Osten – die Produzenten (und Verbraucher).

Zunächst sollen die historischen, sozialen und politischen Zusammenhänge näher beleuchtet werden. Ahmed Abushouk wird über die Anglo-Persian Oil Company referieren., eine der Vorläuferinnen der heutigen Aktiengesellschaft BP. Bereits 2020 erschien, leider bislang nur in arabischer Sprache, sein Buch „Die Anglo-Persian Oil Company und die arabischen Golfstaaten“, in dem die Auswirkungen der Ölindustrie auf die Region untersucht werden, insbesondere die Entwicklung der Golfstaaten von eher armen zu den wohlhabendsten der arabischen Halbinsel.

Wie lange kann dieses Wachstum weitergehen, ist die Frage, die Samuli Schielke stellt. Ist ein immerwährendes Wachstum möglich, wie es das Dogma des real existierenden Kapitalismus insinuiert? Stimmt die Annahme, dass man durch bloßes Wollen immer mehr haben und Wachstum endlos sein kann? Ist nicht schlussendlich das, was als menschliches Verdienst gewertet wird, nur ein Profit aus dem sich derzeit neuer Höhenflüge erfreuenden Extraktivismus, dessen Endlichkeit auf Seiten einiger Entscheidungsträger beharrlich als Aberglaube deklariert wird – aber ist nicht sie die Realität, während der Glaube auf Seiten der Negierer liegt?

Der wohlbekannte Terminus der Nachhaltigkeit ist eine Antwort auf diese Fragen, der nach langem Vorlauf in der Gesellschaft auch in der Politik angekommen ist, die sich aber doch so schwer tut mit der Umsetzung einer dieser Nachhaltigkeit folgenden Energiepolitik. Ibrahim Mohamad, der das Panel moderiert, wird ein Schlaglicht werfen auf Wirtschafts- und Steuerpolitik, besonders in Deutschland, und wie ein durch sie geschaffenes Investitionsklima die sogenannte Energiewende fördert oder behindert.

Panel in arabischer Sprache mit Simultanübersetzung ins Deutsche

Podiumsgäste: Siehe extra dokumente.

Ein kleines Buffet mit Mezze und sommerlichen Salaten wird die Veranstaltung abschließen.

Grafikdesign & Social Media: Suha Nasser

Bitte um Anmeldung: Anmeldelink


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