BASATEEN: Orte des freien Denkens im Irak

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Ein Streifzug durch die zeitgenössische Kunstszene des Irak mit dem Künstler und Kulturvermittler Ali Raid Najm

Event in English – Tuesday June 16, 20267pm CEST
Online Event via Zoom, please register to attend: Registration Link

Der Irak ist den meisten Nachrichteninteressierten in anderen Ländern nach wie vor unbekannt, vor allem denen, die westliche Medien verfolgen. Und dass es dort eine lebendige Kunstszene gibt, ist für sie gewiss unerwartet; und doch existiert sie. Womit beschäftigt sich die junge zeitgenössische Kunstszene des Irak heutzutage, und wo sind ihre Orte?

In seiner Präsentation Basateen – dem Plural von ‘Bustan’, Arabisch für ‘Garten’ – führt uns der irakische Künstler und Kulturvermittler Ali Raid Najm durch die Vielfalt der zeitgenössischen Kunstszene im Irak. Er präsentiert seine Sicht auf die zeitgenössische Kunst im heutigen Irak und stellt eine junge Künstlergeneration vor, die sich oft mit Herausforderungen konfrontiert sieht, die sie daran hindern, ihre Werke international zu zeigen, die aber dennoch den kreativen Ausdruck im heutigen Irak neudefinieren.

Ali wird zehn Künstler vorstellen, die in verschiedenen Disziplinen arbeiten, darunter Malerei, Balance-Art, Upcycling, künstliche Intelligenz, Performance, Installation, Kalligraphie und Klang.

Die deutsch-irakische Künstlerin Nora Al-Badri wird auf Ali Raids Vortrag antworten und die Existenz künstlerischen Schaffens inmitten all der Zerstörung reflektieren und wie es die aktuelle Situation im Irak widerspiegelt. Sie wird die irakische Kunstszene mit denen anderer (Nach-)Kriegsländer des Globalen Südens vergleichen und versuchen, junge irakische Künstler*innen in internationalen Kunstbewegungen zu verorten.

Über die Referent:innen:

Ali Raid Najm ist ein Künstler, Autor und Kulturvermittler aus Babylon, Irak. Er konzipiert und leitet kreative Workshops an der Schnittstelle von Kulturerbe, Kunst und gesellschaftlichem Engagement. In seiner Arbeit untersucht er, wie alte kulturelle Traditionen zeitgenössische Kreativität und Selbstentfaltung inspirieren können.

Nora Al-Badri ist eine multidisziplinäre und konzeptuelle Medienkünstlerin mit deutsch-irakischem Hintergrund. Ihre Arbeiten sind forschungsbasiert sowie paradisziplinär und postkolonial. Sie lebt und arbeitet in Berlin. Sie hat Politikwissenschaft an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität in Frankfurt am Main studiert und ist Dozentin an der Eidgenössischen Hochschule (ETH) in Zürich. Ihr Schaffen konzentriert sich auf die Politik und das emanzipatorische Potential neuer Technologien wie KI oder Data Sculpting. Al-Badris künstlerisches Werk ist eine spekulative Archäologie, die von Fossilien über Artefakte bis hin zu performativen Interventionen in Museen und anderen öffentlichen Räumen reicht und auf die dort inhärenten Machtstrukturen reagiert. Sie hat an vielen Orten ausgestellt, unter anderem im Pavillon für Angewandte Kunst des Victoria and Albert Museums auf der Biennale di Venezia, auf der Design Biennale Istanbul, im ZKM Karlsruhe, in der Science Gallery Dublin und bei Ars Electronica. Al-Badris Arbeit wurde in Medien wie der New York Times, der BBC, Artnet, Wired, Le Monde Afrique, Arte TV, dem Smithsonian, Al Ahram, Vice, Hürriyet, Dezeen, Polska, La Informacion, De Volkskrant, Gizmodo und The Verge vorgestellt.


Veranstaltung in englischer Sprache

Wann? Dienstag, 16. Juni 2026 – 19:00 Uhr MESZ

Online-Veranstaltung über Zoom, bitte melden Sie sich an: https://us06web.zoom.us/meeting/register/xNKJB8FlRaG9m_Hi1vxLuQ

Kuratiert und präsentiert von Cora Josting

Bildnachweis: mit freundlicher Genehmigung des Künstlers (©Ali Raid Najm)

Grafikdesign & Social Media: Suha Nasser


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