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Biografie
Prof. Dr. Dieter Senghaas

Prof. Dr. Dr. h. c. Dieter Senghaas wurde 1940 in Geislingen/Steige geboren. Er studierte Politikwissenschaft, Soziologie, Geschichte und Philosophie an den Universitäten Tübingen, Amherst (Mass.), Frankfurt, Ann Arbor (Mich.). 1967 Promotion ("Kritik der Abschreckung. Ein Beitrag zu einer Theorie der internationalen Politik"). Nach einem Forschungsaufenthalt am Center for International Affairs an der Harvard University, Cambridge (Mass.) von 1968 - 1970 wurde er Forschungsgruppenleiter in der Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung (HSFK) (1970 - 1978). Von 1972 - 1978 war er Professor für Internationale Beziehungen an der Universität Frankfurt/M und von 1978 bis 2005 Professor für Internationale Politik und internationale Gesellschaft, insbesondere Friedens-, Konflikt- und Entwicklungsforschung am Institut für Interkulturelle und Internationale Studien (InIIS) an der Universität Bremen; seit 2005 Senior Fellow am InIIS.

Prof. Senghaas war Forschungsprofessor in der Stiftung Wissenschaft und Politik, Ebenhausen bei München von 1986 - 1987 und 1992 - 1994.

Er ist in mehreren Funktionen als Friedensforscher aktiv, zuletzt von 1979 - 1985 als Mitglied des Exekutivkomitees der International Political Science Association (IPSA); von 1985 - 1990 als Mitglied der "Issue Group on Peace" des International Social Science Council (ISSC), Paris; von 1990 - 1996 als Mitglied der Senatskommission für Friedens- und Konfliktforschung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) ; 1991 als Mitglied der Studiengruppe Internationale Sicherheit der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik, Bonn; 1995 - 1999 als Mitglied des Fachausschusses Humanitäres Völkerrecht des Deutschen Roten Kreuzes, Bonn und 1995 - 2000 als Mitglied des Beirats der Bundesakademie für Sicherheitspolitik, Bonn. Er ist ferner Mitglied in verschiedenen wissenschaftlichen Vereinigungen und im wissenschaftlichen Beirat diverser Vorstände. Seit 1973 ist er Mitherausgeber von Leviathan. Zeitschrift für Sozialwissenschaft.

1987 wurde er mit dem International Peace Research Award und 1999 mit dem Göttinger Friedenspreis der Stiftung Dr. Roland Röhl ausgezeichnet

Schwerpunkte: Friedensforschung; Militärstrategie; Rüstungsdynamik; Rüstungskontrolle; Abrüstungsforschung; Dritte Welt; Gewaltproblematik; Analyse von internationalen Konfliktformationen; Zivilisierungsproblematik und Friedenstheorie; europäische und weltpolitische Entwicklungen nach dem Ost-West-Konflikt; Entwicklungsforschung; die Friedensproblematik in klassischer Musik.

Schriften [Erscheinungsort von Übersetzungen]


Hrg. u. a. von

Mithrg. u. a. von