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Nouri Bouzids Rede

anlässlich der Verleihung des Ibn Rushd Preises am 30.11.2007

Während der letzten 20 Jahre gab ich mir die aller größte Mühe, den Personen, die ich in meinen Filmen darstellte, näher zu kommen. Dies hatte zur Folge, dass ich mich in meine innere Welt zurückgezogen und für mich die Isolation gewählt habe, damit ich diese Menschen sehen und ihr Leben leben konnte. Ich wurde ein Teil von ihnen, und sie ein Teil von mir. Ich glaubte, dass mich das gleiche Schicksal treffen würde wie das, das ich für sie erfunden hatte. Das Schicksal meiner Figuren ist das Versagen, der völlige Zusammenbruch und die Niederlage, weil ihnen nichts mehr bleibt als ihr heimlicher Eigensinn und ihr Aufbruch zum Unbekannten, welches ihre Kraft übersteigt. Ihr einziger Vorteil ist, dass sie sich der Verletzung und der Agonie bewusst sind, ihrer Erfahrung mit Leid und Kampf. Sie hatten nicht das Glück, Erfolg zu habe. Im Gegenteil, sie sind Personen, die in Vergessenheit geraten sind, Außenseiter, die am Rande der Gesellschaft leben, die im Stillen oder mit Gewalt an dem rütteln, was um sie herum als harmonisch erscheint, aber in Wahrheit unbeständig ist, die sich instinktiv gegen den Lauf der Dinge auflehnen und erst Ruhe finden, wenn sie diesen unterbrechen.

Doch im Gegensatz zu all meinen Charakteren werde ich nun geehrt, als würde ich durch ihr Versagen erfolgreich werden. Ich fühle mich manchmal so, als hätte ich mich von ihnen entfernt, als hätte ich das verraten, was wir gemeinsam erreicht haben. Ich schäme mich ein bisschen. Ich war gewohnt, aus der Niederlage einen neuen Anfang, aus dem Versagen eine Motivation zu machen. Was soll ich mit dem Erfolg tun, wenn ich es doch nicht gewohnt war, erfolgreich zu sein und ich ihn stets gemieden habe, wann immer er mir nachgelaufen ist. Weder mein Leben noch meine unterschiedlichen Erfahrungen können mir beibringen, wie ich aus dem Sieg einen neuen Anfang machen soll, eine Errungenschaft, die dieses Mal beinahe schicksalhaft ist. Wenn dann auch noch die Auszeichnung den Namen Ibn Rushd trägt, wird er zur Last, für mich und für meine Figuren, die mir so nahe stehen wie Familienangehörige, zu denen ich ein Verhältnis der Liebe, Zuneigung, Vererbung habe. Sie tragen meine Gefühle, meine Gedanken, auch wenn sie anders sein mögen als ich. Sie leiden durch meine Widersprüche, meine Zweifel und meine Weigerung, mit mir selbst zufrieden zu sein. Ich habe sie aus einer instinktiven Eigensinnigkeit erschaffen, für die sie lebten. Warum lehnen sie sich dieses mal nicht gegen mich auf?

Auf der anderen Seite aber bin ich beruhigt, weil ich sie um mich herum sehe und ich plötzlich entdecke, dass die Niederlage meine Person verschont hat und die Dekadenz auch alle anderen außen vor lässt. Aber die Wunde ist tiefer, als dass wir sie verdrängen könnten. Ich war gerührt, als ich entdeckte, dass diese Krönung mich explizit darum bat, mich ihnen nicht zu entfernen und weiterhin die Person sein zu dürfen, die, egal wie stark sie sich dem widersetzen würde, nicht fähig wäre, sich von ihnen zu entfernen, während sie von Grund auf immer von der Norm abweichen. Meine Filmszenen sind ein Aufschrei, als wollten sie dem langsamen Tod Atem einhauchen, um das Sterben der Sinne und des Geistes spüren zu können.

Mein Herz ist euer Zeuge
für all das, was es an Staub geschluckt hat
Mein Haus ist euer Zeuge
dafür, wie ihr es an der Haustür erstickt habt
Die Bestie in mir ist euer Zeuge
dafür, wie sich meine Liebe in Leid verwandelt hat
So schlecht wie ihr die Erde begossen habt
wird sie euch nur Hunde bringen

Meine Filme sind wie ein Spiegel, der die Wirklichkeit reflektiert aber ihr zugleich widerspricht, als seien die Spiegelbilder der Wirklichkeit unsittlich, unpassend, unehrenhaft. Sich mit ihnen zu vergleichen ist erschöpfend, ermüdend, schmerzvoll und unbequem. Wir sind es nicht gewöhnt, auf die Wirklichkeit stolz zu sein, im Gegenteil, wir distanzieren uns von ihr und leugnen sie. Keiner wird die vielen Niederlagen abstreiten, die meine Generation erlebt hat, von Palästina über den Libanon bis Algerien, den Sudan und den Irak. Ich gehöre zu denjenigen, die als Jugendliche den Sturz Don Juans (Abdel Nassers) im Jahre 1967 besonders schmerzvoll erlebt haben. Vor lauter Wut verfiel ich beinahe in eine geistige Leere. Es war, als ob wir eingeschlafen wären und uns am nächsten Tag verwaist vorgefunden hätten. Wir fühlten uns enttäuscht, betrogen, hilflos – nicht fähig, unter dem Joch der Väter zu leben und gleichzeitig unfähig, ohne die Väter zu leben. Junge Männer, die die Lebenserfahrung nicht hatten, ... „Der Mann aus Asche“, die an der Türschwelle der mörderischen Stille ihr Opfer verbrannten, Selbstmordattentäter, die sich vor ihrer Zeit das Leben nahmen und jede sichere Bindung verloren haben.

Eines Tages flüchtete ich mich in die politische Ideologie, wie viele Angehörige meiner Generation. Ich erhoffte mir, die Werte der Menschenrechte im Marxismus zu finden. Wir wussten damals nicht, dass der Marxismus eine Ideologie der Ausgrenzung ist, und wir zahlten einen hohen Preis dafür. Unser Engagement erreichte seinen Höhepunkt im Mai 1968 in Europa. Ich war erfüllt von dieser Atmosphäre, die die Kinos füllte. Ich war emotional bewegt von den Bildern, die nicht darstellen konnten, was wirklich geschah. Es schwappte über auf die Straße, die gesperrt war, um uns zu bezwingen, rufend: „Verbieten ist verboten“.
Ich verbrachte meine Zeit als Jugendlicher in den Kinos und ich zögerte keinen Moment lang, den Film zu meiner Lebensaufgabe zu machen. Wie ich dahin kommen würde, wusste ich nicht. Ich war wie vorprogrammiert, ohne eigenen Willen. Ich wählte die Sprache des Films, die Sprache des Aufdeckens von Verborgenem, die Sprache des Vorhanghebens und Schleierlüftens, die Sprache hinter den Kulissen, die Sprache des stillen Widerstands, die Sprache der Zeugen und ihrer Aussage. Ich entdeckte, dass der viel gefährlichere Schleier jener ist, den man nicht sieht, der verborgene Schleier, der ideologische Schleier, der Schleier der Erziehung.

Diese Entscheidung für den Film kam mitten in meiner widerspenstigen Pubertät, als ich in meiner Auflehnung eine tiefgründige Erfahrung machte, die mich prägte und mich lehrte, was ich ohne sie nie gelernt hätte: 5 Jahre Gefängnis für die Freiheit des Denkens, währenddessen ich lernte, meine Meinung frei auszusprechen. Ich lernte dort, Tabus jeglicher Art zu brechen und bisher unantastbare Themen zu hinterfragen. Ehe ich mich versah, baute ich mir eine innere eigene Welt auf als einzigen Zufluchtsort, in den ich mich begab, um mir Zeit für meine Fantasiefiguren zu nehmen, die schwere Sorgen in sich trugen. Sie waren schwer zu behandeln, aber einfach zu diagnostizieren. Seit dieser Zeit konnte ich mich nicht von dieser inneren Welt befreien und ich begann, ihr auf Kosten anderer Dinge Zeit einzuräumen.

Ich studierte Film auf eine Weise, als sei es ein unzertrennlicher Teil meiner persönlichen Rebellion. Als ich schließlich Filmemacher wurde, entdeckte ich, dass ich das war, was man „Künstler“ nannte, und dass der Künstler, insbesondere Künstler der dramaturgischen Art, mehr als andere Widerstand leisten kann, weil er aufgrund der Vorstellungskraft und erzählter Fiktion sicher ist. Wenn mich meine Freunde heute als erfolgreichen Filmemacher betrachten, so ist das vielleicht nur deshalb so, weil ich ein erfolgloser Politiker geworden wäre, der nichts von den Gewandtheiten der Politik verstehen würde. Als sich die Idee meines ersten Films Rih as-sadd („Der Mann aus Asche“) kristallisierte und es mich völlig überwältigte, stand ich erneut vor einer Entscheidung. Ich hatte alle Hindernisse zu überwinden, die sich gegen die Verwirklichung dieses Projekts stellten. Und es gab viele Hindernisse. Ich musste meine Unabhängigkeit erneut behaupten, nach meiner Erfahrung im Gefängnis und meiner politischen Verurteilung vor Gericht. Ich musste unabhängig sein von Familie, Staat, Religion, politische Opposition und von meinen Freunden. Schwieriger als all das ist, dass, während ich mich all diesen Herausforderungen stellte, ich mich gleichzeitig ihren Gefühlen und Gedanken näherte und wollte, dass ich ihre Gefühle und Gedanken in mein Projekt mit einbeziehe. Das ist eine grenzenlose Anmaßung. Noch schwieriger ist es, meine Unabhängigkeit von den kleinen, unsichtbaren Dingen des Lebens zu bewahren, … von meiner Lebensweise, meinen täglichen Gewohnheiten, meinen Verhaltensweisen zu Menschen um mich herum. Ich habe eine etwas ungewohnte Art und Weise des Umgangs, die mich zu einem Fremden im Viertel macht, zu einem rätselhaften, beängstigenden, Furcht erregenden Fremden. Ich wollte das nicht, aber ich konnte es auch nicht vermeiden. Ganz unmerklich wurde meine Unabhängigkeit bzw. parteiische Neutralität und Anteil nehmende Rebellion zu etwas Fremdem. Ich wollte meine Heimatstadt Sfax auf meine Weise lieben, gleichzeitig lieben und ablehnen. Ich wollte das gleiche Gefühl der Liebe und unendlichen Zugehörigkeit erreichen, aber jede Art der Parteinahme und Lobhudelei ablehnen.

Es ist eine seltsame Liebe, die sich alle gesellschaftlichen Säulen des Lebens zurechtbiegen will und behauptet, es sei das höchste der Gefühle. Sie verlangte von mir eindringlich, eine neue Schüchternheit zu schaffen, um über alles reden zu können: über Dinge, die wir nicht gewohnt waren, offen anzusprechen. Wie sollte ich 1985 von der Vergewaltigung von Kindern sprechen, wenn ich nicht selbst einen Teil der Erfahrung gemacht habe? Ich machte mich lustig über Wertvorstellungen, indem ich sie umkrempelte, indem ich die patriarchalische Gesellschaftsstruktur bekämpfte und das Bild des Mannes ins Lächerliche zog, den Chauvinismus ablehnte, indem ich eine unendliche Liebe für die Verlierer der Gesellschaft empfand, für die Vergessenen, über die man nicht sprechen mag. Ich habe mich entgegen der Redewendungen des Volksmundes verhalten:
„Verberge, was Gott im Verborgenen hält“ oder
„Wenn ihr den Gehorsam verweigert, haltet euch im Verborgenen“ oder
„Helft euch gegenseitig, eure Bedürfnisse im Verborgenen zu erledigen.“

Ohne zu wissen wie mir geschah, fand ich mich plötzlich selbst in einem zweiten Zustand wieder, als befände ich mich in einer anderen Welt. Mein Eigensinn begann, mein persönliches Befinden aufzudecken. Ich legte all meine Fehler, offene Wunden und mittelbaren und unmittelbaren Schmerzen offen dar. Diese elektrisierte, innere Zerrissenheit war für all meine Filme charakteristisch. Sie waren deshalb sehr gefühlsstark, aufgeheizt, voll von heftigen Empfindungen.

Ich entschied mich dafür, meine Krise zum Ausgangspunkt für meine Kreativität, und meine Schande zum Stolz des Kunstwerks zu machen. Aus der Niederlage machte ich ein analytisches Konstrukt. Ich wurde zum unbequemen Zeugen. In einer Zeit, in der wir nicht mehr mit erhobenem Zeigefinger auf die Täter selbst deuten, sondern auf jene, die über diese Taten sprechen, … in einer Zeit, in der das Reden über Ereignisse gefährlicher ist als die Ereignisse selbst, habe ich gelernt, dass das Sprechen wichtig ist, ja, sogar die wichtigste Aufgabe eines jeden Intellektuellen. Ich lernte, dass neue Denkweisen in der Tat von der tödlichen, heftigen Wahrheit ausgehen, und dass neue Gedanken ansteckend sind. Ich begann, diese Viren der Wahrheit auszustreuen, in der Absicht, dass sie möglichst viele andere anstecken:

Zerstreut mein Fleisch als Almosen
Auf den Schwellen der Moscheen
Die Menschheit erfährt von mir
Während ich im Rachen dessen stecken bleibe
An dessen Fersen ein Habgieriger lauert.
Mit meiner von Tollwut erkrankten Haut
stecke ich sogar meine Hörer an

Oder

Ich bin das versierte Kind! Wir leben so lange, bis wir zum Docht heruntergebrannt sind,
und entfachen mit der kleinen Flamme ein großes Feuer und stecken alles in Brand

Ich entschied mich, über das zu sprechen, über das man nicht spricht, obwohl es mitten in der Gesellschaft geschieht. So entstanden meine Filme „Safa’ih dhahab“ ( „Hufeisen aus Gold“) und „Bezness“ (d.h. „Die männliche Hure“), in denen ich dem Zuschauer zeigte, was er sagen und tun möchte, aber niemals sehen wollte: die Folgen des freien Denkens, die Folter und die Verhaftungen, die Prostitution des Körpers als letzte Etappe unseres unausgeglichenen Verhältnisses zwischen uns und dem Westen, das uns selbst im Kern trifft.

Ich kämpfte gegen intolerante, ausgrenzende Ideologien und verteidigte den Individualismus als wichtigste Voraussetzung für grundlegende Entscheidungsfindung und Charakterbildung. Mein Kampf gegen die patriarchalische Familienstruktur aber war wie der Kampf Don Quijotes gegen die Windmühlen. Je öfter ich angegriffen wurde, desto beharrlicher blieb ich auf dem gleichen Weg und versuchte, immer weiter fortzuschreiten. Im Gefängnis lernte ich, Widerstand zu leisten. Danach lernte ich, mit den Mitteln der Kunst Widerstand zu leisten. Eine Kunst des Widerstands muss aufmüpfig sein oder etwas Neues bringen bzw. eine Veränderung, die einen Teil des Alten zerstört, das Vergangene verändert und doch die Kontinuität wahrt. Es ist eine reale, lebendige Überwindung, die aus den physischen und gleichzeitig persönlichen, individuellen Gegebenheiten entsteht, ein Aufeinanderfolgen von Veränderungen im Verlauf der Geschichte, die alle Zwänge und Machtstrategien ablehnt, unabhängig davon, wie mächtig diese politischen oder wirtschaftlichen Mächte sind. Es ist eine Kunst, die sich von Anfang an weigerte, eine käufliche Ware zu sein.

Man bezeichnet meine Filme als Filme der Nacktheit und Entblößung. Ich freute mich darüber aus zwei Gründen: zum einen, weil es ein Kampf gegen die Zensur ist, in einer Kultur, die eigentlich 1001 Nacht kannte und zum anderen, weil ich unter Entblößung die „Entblößung der Gesellschaft“ verstehe, die Entblößung des Verborgenen und der Dinge, über die man nicht spricht. Die Entblößung des Körpers ist nichts anderes als die Entblößung der Gesellschaft, weil der Körper in meinen Filmen und Drehbüchern von komplizierter Struktur ist. Er trägt all die Schmerzen und Wunden, Widersprüche und verschiedenen Eigenschaften in sich.

Warum hat man denn nicht geredet, als die Polizei meinen Körper entblößt und die verschiedensten Folterungen an mir ausgeübt hat, um meine Ideen zu bekämpfen? Ist das denn kein besiegter, zusammengebrochener Körper, der misshandelt wurde? Wir sollten nicht vergessen, dass das Verfassen eines Drehbuchs immer davon abhängt, wie die Gedanken und Gefühle dargestellt werden. Wir alle wissen, dass der Körper viel Verbotenes symbolisiert und dass es möglich ist, mit der Darstellung des Körpers ungemein viel auszudrücken, … was beinahe provozierend, feindselig und verletzend sein kann. Dies lässt uns zurückschrecken und erinnert uns, dass unsere Religion die Schauspielerei verbietet.

Jedes Mal, wenn einer meiner Filme erstmals gezeigt wurde, kam immer wieder die gleiche Kritik auf. In all den öffentlich geführten Diskussionen, die ich auslöste, hörte ich immer wieder die Bemerkung: „Ich bin nicht so“, - „Das ist ein Bild, welches mich gegenüber dem Westen schlecht darstellt“. Als Ahmad ibn Abi ad-Dayyaf im 19. Jahrhundert Ahmad Bey nach Paris begleitete, verstand er damals nicht, was der Sinn des Theaters war. Er glaubte, dass die Schauspieler ihr wirkliches privates Leben auf der Bühne darstellten und dass der Konflikt sich direkt abspielte und wirklich erlebt wurde. Unsere Kultur und Zivilisation brachte uns nicht die Kunst der Schauspielerei bei. Ich erinnere mich, wie ich meine Mutter verstohlen bei ihrer täglichen Arbeit fotografierte. Sobald sie die Gegenwart der Kamera vernahm, änderte sie plötzlich – im Bruchteil einer Sekunde – ihre Position und erstarrte. Sie nahm damit das Leben aus der Filmszene. Es ist ein Kampf, den wir fortsetzen müssen, um die Menschen an ihr Gesicht zu gewöhnen, und zu zeigen, wie ihr Privatleben ist, damit sie ihr Leben akzeptieren können.

Ich weiß nicht, warum ich gelernt habe, meinen Schmerz auszudrücken, wo ich doch nicht einmal weiß, wie ich meine Freude zum Ausdruck bringe. Vielleicht, weil der Frohsinn unsere Fernsehbildschirme erfüllt und uns mit vielen falschen Träumen überschüttet. Jedes Mal, wenn ich versuche, die Menschen zum Lachen zu bringen, bekomme ich ein schlechtes Gewissen. Das Ganze verwandelt sich dann in eine Tragödie, insbesondere, wenn die Prozedur des Suchens nach einem Geldgeber für den Film und die vielen Hindernisse bei der Dreharbeit das Filmwerk selbst zur Tragödie werden lässt. Jedes Mal, wenn ich von einer Erzählung ausgehe und sie in einen Film verarbeiten will, habe ich das Gefühl, dass etwas in mir mich daran hindert. Stattdessen erzähle ich von einem brisanten Problem, als sei ich befangen, als sei ich von ihm besessen. Ein Gefühl, das meine Feder, mein Denken und meine Kameralinse kontrolliert und von ihnen Besitz ergreift. Vielleicht ist das so, weil das Filmen für mich nicht nur Regietechnik ist, sondern ein Mittel, um meine Sorgen und Emotionen auszudrücken, von denen niemand weiß, wie sie gekommen sind und von denen niemand weiß, woher und warum sie gekommen sind. Meistens lasse ich mich mit Leidenschaft und strömender Energie von ihnen leiten.

Ich lernte, niemals zu vergessen und dass der Film ein seltsames Mittel ist, das Gedächtnis zu dokumentieren, welches wir in jeder Minute brauchen, auch wenn mein Verhältnis zu diesem Gedächtnis ein Verhältnis ist, das geprägt ist von Gewalt, Rache, Vergeltung und Kampf. Es ist wie eine schreckliche Bestimmung, die mich zum kleinen Jungen macht, der etwas Großes aus seiner Winzigkeit herausholt.

Ich begann mit Filmen, in denen ich meine Erinnerungen verarbeitete. Sie waren voll von Schmerz, Wunden, Kastration, Ausgrenzung,... Erlebnisse, die ich in der Ich-Form erzählte, als sei es meine eigene Autobiographie, als hätte ich das kollektive Gedächtnis mir zu eigen gemacht mit all den Fehlern und der Selbstüberschätzung der Menschheit. Ich suchte Kontinuität, wollte herausfinden, woher ich kam. Ich wollte eher die Fehler als die positiven Seiten aufdecken. Mein Startpunkt war die unausweichliche Bestimmung, von der es kein Entrinnen gab.

Seit meinem ersten Film rih as-sadd („Der Mann aus Asche“) wählte ich die Person des kastrierenden, mordenden Vaters, so wie es Abraham machte. Ich drehte die Werte um, tötete den biologischen Vater, den ideologischen Vater und den Kritik übenden und belehrenden Vater und erhob ein Hohelied auf den Wert des Individuums, seine Unabhängigkeit und Freiheit. Es war kein Sieg und keine Freude, sondern eine schwere Geburt der darzustellenden Charaktere. Ich machte den Schmerz zum Alltag, zu etwas, an das man sich gewöhnt hatte, das sein musste, um heil heraus zu kommen. Mein Film „Der Mann aus Asche“ war wie der Kampf eines gebrochenen, niedergeschlagenen Individuums gegen die patriarchalische Familie, mit all ihren Erscheinungsformen und was damit zusammenhängt.

Ein Junge ist nichts wert bis er ein Mann ist, dann verlangen wir von ihm – obwohl er völlig niedergeschlagen ist – als Vater das Familienoberhaupt weiterzuführen. Insgeheim schreit er jedoch in einer unangenehmen Stille: „Ich bin kein Mann. Ich bin nicht fähig, das Alte fortzusetzen, ich bin aus Asche.“ Er schlägt einen ungewöhnlichen Weg ein und verschmäht alle gesellschaftlichen Werte, heimgesucht von einem heftigen, brutal starken Schmerz.

Wir waren nur für die Niederlage vorbereitet. Selbst im Mannesalter waren wir den Gefahren ausgesetzt, angegriffen, eingesperrt und gefoltert zu werden. Mein Film „Safa’ih dhahab“ (Hufeisen aus Gold) wollte mit den ausgrenzenden Ideologien abrechnen. Wir glaubten an sie, jeder aus seinen eigenen persönlichen Gründen, ungeachtet der Unterschiede in der Gesellschaft und deren Akzeptanz, um die Machthaber zur Verantwortung zu ziehen für die Niederschlagung des neuen Denkens und das Vorherrschen des traditionellen Denkens. Der Film will sagen, dass derjenige, der den Unterschied in der Gesellschaft nicht akzeptiert, verlieren wird, in einer Gesellschaft, die die besten ihrer Söhne tötet für nichts weiter als die Freiheit ihrer Gedanken. Ich begann meine beiden ersten Filme mit der Verurteilung des Begriffs „Männlichkeit“ oder „Feudal-Männlichkeit“, laut deklarierend, dass der Mann ein sensibles, feinfühliges Wesen ist und dass die Männlichkeit, zwischen zwei Stühlen sitzend, ein gefährliches soziales Drama ist.

Nach und nach näherte ich mich dann der Darstellung der Frau in meinem Film „Bezness“, in dem Drehbuch zum Film „Schweigen des Palastes“ oder im Film „Bint Familia“ („Ehrbare Tochter“), in denen die Frau Vorstellungen des modernen Menschen vertritt. Meine männlichen Charaktere besaßen Eigenschaften, die die Gesellschaft als weiblich bezeichnen würde. Es scheint, als wollte ich diese Eigenschaften als Ausweg fordern und gutheißen. ...

Durch die Darstellung meiner Charaktere lernte ich, dass Mann und Frau trotz ihrer Unterschiede gleich sind. Ohne darüber nachzudenken, machte ich mich mit Beharrlichkeit auf, alle Hindernisse und Druckmittel, die der Mann der Frau in den Weg legt – die spontan bestrebt ist, Neues zu schaffen –, zu entlarven. Der Mann verhindert die Entwicklung und den Wandel der Gesellschaft, indem er die Frau in ihrer Bewegungsfreiheit einschränkt, um seine eigenen sozialen Vorteile zu bewahren. Als wollte ich damit sagen, dass der Mann verantwortlich ist für all unsere Niederlagen und dass die Frau die Pflicht hat, den Kampf anzuführen, um den „neuen Mann“ zu gebären, wie im Film „Puppen aus Ton“, in dem es den zwei Mädchen Rebeh und Feddah gelingt, Liebe und Zärtlichkeit in Omrane zu erwecken. Er macht einen Wandel durch: Er heiratet die schwangere Rebeh, ohne den Mann zu kennen, der sie geschwängert hat. Damit gründet er ein neues Verständnis von Männlichkeit, eine neue Kühnheit, von der ich erhoffte, dass sie sich auch das arabische Publikum zu eigen macht. Als Bahta in meinen Film „Making off“ sein wahnsinniges Vorhaben umsetzen will, stellen sich ihm unbeirrbar zwei Frauen in den Weg, seine Freundin und seine Mutter: „Wir wollen nicht, dass du stirbst. Wir wollen nicht, dass du mordest“ – „Willst du ein Krimineller werden?“

Nachdem ich nun so lang von mir selbst erzählt habe, möchte ich Ihre Geduld nicht länger strapazieren. Ich danke Ihnen von ganzem Herzen, dass Sie sich in diesem Jahr für die Würdigung der Filmkunst entschieden haben, in einer Zeit, in der der arabische Film eine tiefe Krise durchlebt, die Degeneration des gewöhnlichen Kinos und das vermehrte Aufkommen von Filmemachern, die Neues bringen und sich dabei zunehmend bedroht fühlen.

Ich danke Ihnen, dass Sie den Film erheben von der Ebene der Unterhaltungs-, Komikkunst und Possenreißerei, bei der es nur darauf ankommt, Gewinn zu machen in einem stets schrumpfenden Markt, in dem fast ausschließlich gängige ägyptische Filme zugelassen werden, hin zur Ebene der anspruchsvollen, höheren und vollkommenen Kunst, bei dem der Künstler sein Handwerk und die Regeln der Kunst beherrscht, und fähig ist, die neue Wahrnehmung darzustellen, den Zeitgeist zu erfassen, wovon viele außergewöhnliche Filmemacher nur träumen, die in einer Kultur-, Geistes-, Wirtschafts- und Politik-Blockade leben... Sie sind vom Filmmarkt ausgeschlossen, sowohl aus den dunklen Kinosälen als auch von den Satellitensendern, sogar aus dem DVD-Markt, was sie dazu treibt, auszuwandern oder zu schweigen, das, obwohl es ihnen trotz aller Schwierigkeiten und Feindseeligkeiten gelungen ist, die Selbstzensur zu überwinden, die sich von klein an in unserem Bewusstsein bildet und von der maßlosen und willkürlichen Zensur vertreten wird, die sich an der Richtung der Rückschrittlichen und Langsamen unter uns orientiert und die Elite dabei an den Rand drängt.

Ich muss an dieser Stelle einen sehr wichtigen Punkt zur Sprache bringen. Es betrifft die kommerziellen Fernseh-Serien. Der private Produzent ist bestrebt, seine im ägyptischen Dialekt gedrehten Serien in allen arabischen Ländern zu verkaufen und passt das Drehbuch so an, dass es auch die restriktiven, gesellschaftlichen Normen von Saudi-Arabien und den Golfstaaten nicht verletzt, so dass die Serien inhaltlich auf gesellschaftlicher Ebene fundamentalistisch sind und damit den Weg zum politischen Fundamentalismus ebnen. Dies zwingt anderen arabischen Ländern Restriktionen und soziale Verhaltensweisen auf, die sie bisher nicht kannten oder die sie längst überwunden hatten. Das zeigt sich im Straßenbild und an öffentlichen Orten, wo das Kopftuch überhand gewinnt, welches wir in diesen Ländern früher kaum gesehen haben. Besonders wirksam ist die Fähigkeit der ägyptischen Schauspieler und Drehbuchautoren, immer wieder das Melodrama von früher zu wiederholen, welches die alte patriarchalische Familienstruktur und Autorität des Vaters unterstützt, Individualität nicht zulässt und zum Rückzug des ungehorsamen Rebellen führt, zu seinem Widerruf oder zu seiner Bestrafung. Das ist ein Problem, mit dem man sich gründlich auseinander setzen sollte. Dieser Trend hatte in den 70er Jahren mit den Akkordfilmen der Unterhaltungsbranche begonnen und fand seinen Weg in den 80er Jahren in den Filmserien. Das Phänomen findet noch kein Ende, im Gegenteil, es überschwemmt die Satellitensender und erreicht alle Araber überall auf der Welt, eine reaktionäre Welle, die alles durchrüttelt, weil sie über das Emotionale eindringt. Es wirkt heftig, unbewusst, ohne dass man davon etwas merkt. Und dies in einer Zeit, in der die filmische Sprache eine Reife erreicht hat, mit der alle Themen, sogar die philosophischen, gut zum Ausdruck gebracht werden können und in der unsere Filmemacher die Mittel haben, die es ihnen ermöglichen, abstrakte Dinge darzustellen: den Frust, die Sorgen, das Gefühl der Hilflosigkeit und Verlorenheit, die Welt der Gedanken, das Unterbewusstsein usw. Um dieses schwierige Problem zu lösen, sollten Filmemacher als erstes eine Art Geisteshaltung etablieren, die weder der Zuschauer noch der Schauspieler gewohnt ist. Sie sollten versuchen, auch wenn es schwer fällt, das Band, das uns alle mit dem vorherrschenden, ägyptischen Melodram verbindet, zu durchbrechen, ... dem Melodram, das die wirkliche Problematik verwischt, sie aus der Wirklichkeit entführt und in falsche Probleme umwandelt, um damit falsche Träume zu verkaufen. Sie behaupten dann, sie würden die Wünsche der Zuschauer erfüllen. Aber dieselben Zuschauer strömten auch alle in meine Filme. In Tunesien erfreuten sich in den achtziger Jahren neue, einheimische Filme einer bisher nie da gewesenen Beliebtheit, was dazu führte, dass ihnen die arabischen Vertreiber die Türen zum Markt und zu den Fernsehsendern verschlossen.

Ich schätze Ihre Ehrung und Förderung der Filmkunst. Dies ist eine äußerst wichtige Initiative, weil es die breite Masse von Zuschauern angeht und das Ziel hat, ein neues, freies Denken zu erreichen. Vielen herzlichen Dank.

Das, was wir in den letzten Jahren erlebt haben, zwingt uns, all die Formen und Begriffe oder Tendenzen, die im Namen des Islam in Erscheinung getreten sind – in den meisten Fällen in völlig absurder, zerstörerischer Art und Weise – zu analysieren und zu verstehen, damit wir heilen können, was zu heilen ist, den Glauben von jeder Beschmutzung retten und das Religiöse vor persönlichen und politischen Interessen und Zielen schützen. Meiner Meinung nach ist der Grund der, dass von Anfang an die Möglichkeit der eigenen Urteilsbildung über rechtlich-theologische Fragen und eine Koraninterpretation nach eigenem Ermessen ausgeschlossen wurde, wo man das Tor dazu doch sperrangelweit öffnen sollte. Genauer gesagt war die eigene Urteilsbildung, igtihad, bereits nach dem Tod des Propheten seit „Saqifa bani Saad“ ausgeschlossen, als man die Sunna des Propheten einführte, d. h. seine Aussagen und Handlungsfälle zu gesetzlich verbindlichen Präzedenzfällen erhob. Wir müssen Lösungen für neue Probleme finden, die das gesellschaftliche Leben in seiner Entwicklung mit sich bringt. Wir müssen die Schriften von Ibn Rushd (Averroes), Ikhwan as-Safa, der Mu’taziliten und die moderne Renaissance studieren, um aus ihnen jenes zu befolgen, was den Fortschritt des Denken fördert.

Im 20. Jahrhundert hat sich eine Denkrichtung durchgesetzt, die mit dem Zeitalter konform ist und eine neue Art des Denkens hervorgebracht hat: Ich meine die „ungläubigen Muslime“. Es ist eine Denkweise, die seit einigen Jahrzehnten als kriminell abgestempelt und mit dem Tod bestraft wird. Auch ich war davon betroffen. Als mein Film Safaih adh-dhahab („Hufeisen aus Gold“) herauskam, riefen die Islamisten mein Todesurteil aus und machten dies über Aushänge in den Moscheen publik. Diese Art des Denkens ist eine Gefahr geworden für jene, die all dies nicht mehr ertragen können und sich wegen der Nötigungen im Namen des Islam und der Angst vor Vertreibung zurückziehen. Und es gibt weit und breit keine Möglichkeit mehr, mit dem igtihad und der Säkularisation in die Zukunft zu gehen, weil es viel Mut und Entschiedenheit gegenüber dem extremistischen, feudalistischen Terror voraussetzt.

Es ist nicht einfach, die Säkularisation in einer Glaubensgemeinschaft zu entwickeln, in der früher der religiöse Führer auch gleichzeitig der politische und militärische Anführer war. Aus unserer Erfahrung sollten wir die Möglichkeit entwickeln können, ein Gleichgewicht zwischen dem Heiligen und der Vernunft zu schaffen, zwischen der Philosophie und der Religion, dem Glauben und dem Denken.

Es gibt für uns keinen anderen Ausweg. Nur damit können wir alle Unterschiede weiter entwickeln, den Pluralismus umsetzen und die religiösen von den politischen Institutionen, insbesondere den Bildungsinstitutionen, trennen. Wir sollten den Koran nicht mit Gewalt umsetzen und seine Lehren im Detail in unserem heutigen Zeitalter anwenden, insbesondere die Lehren, die eine Lösung damaliger Probleme betrafen und für die Neuordnung einer damals antiquierten Gesellschaft gedacht waren. Damals, als der Islam in Erscheinung trat, war er wie eine Revolution. Seine Lehren aber heute noch unkritisch anzuwenden wäre unvernünftig.

Wir sollten viele Begriffe, die das soziale Leben ordnen, hinterfragen, um aus unserer Religion eine moderne Religion zu machen, die dem gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Fortschritt, den auch bereits viele islamische Länder genießen, angemessen ist. Wie können wir liberale, wirtschaftliche Beziehungen pflegen und gleichzeitig feudalistische Umgangsformen hegen, ohne in perverse Bahnen geleitet zu werden, die den Charakter deformieren und den neuen Menschen in der islamischen Welt grundlegend verändern?

Wenn Ibn Rushd (Averroes) noch leben würde, hätte er alle Prinzipien der Menschenrechte, der Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau, der Rechte des Kindes und der unbegrenzten Freiheit des Denkens verteidigt. Wenn wir diesen epistemologischen Wandel nicht vollziehen, geben wir dem aggressiven Westen die Möglichkeit, selbst Änderungen im Islam vorzuschlagen, womit er nun gar nichts zu tun hat. Diese Einmischung wäre eine tiefe Verletzung der Menschenrechte.

In der letzten Zeit ist das Interesse des Westens am Islam enorm gestiegen und es wurde bei uns viel diskutiert über seine dummen Einmischungen in Angelegenheiten, die ihn eigentlich nicht zu interessieren haben und mehr die Ehre der einheimischen Bevölkerung und ihrer Heiligtümer betrafen. Tagein tagaus stellen die westlichen Medien das islamische Denken verfälscht dar. Der Wandel des Islam, seine Zentralisierung und Entwicklung ist der einzige Ausweg, um den Westen davon abzuhalten, sich mit feindlicher Absicht einzumischen.

In unseren Gesellschaften, die von Widersprüchen und täglichen Konflikten zerrissen sind, ist jede Änderung noch möglich. Ja, diese Widersprüche und Konflikte spalten auch jeden Einzelnen in diesen Gesellschaften, denn es ist ein Kampf zwischen dem althergebrachten Denken, das sogar bereit ist, die Mittel des Terrors zu nutzen, um seine Ziele zu erreichen, und dem neuen Denken, das sich wohlverdienterweise mehr Freiheit und Demokratie wünscht. Dieser Konflikt spaltet jeden Einzelnen von uns wie mit einem scharfen Schwert, und er gibt uns den Beweis, dass beide Richtungen möglich sind – an jedem Ort und zu jeder Zeit. Wir müssen daher all das, was an Filmen und Romanen bisher produziert wurde, studieren, um herauszufinden, welchen negativen Einfluss sie auf unsere Gesellschaft haben. Wir müssen die Produzenten dazu ermutigen, das freie Denken nicht des Geldes wegen aufzugeben, als wollten sie damit das in die Ferne Gerückte für die Erreichung naher Ziele opfern.

Ich komme zur Filmkunst zurück. Wir sollten mit all unseren Erzählwerken eine neue Wahrnehmung schaffen. Wir sollten das schwindende Patriarchat und alle anderen, veralteten, feudalen Werte nicht mehr beweinen. Wir sollten eine neue Sensibilität schaffen, die von klein an die Basis eines neuen Verhältnisses zwischen Mann und Frau begründet und ihnen das Recht auf Gefühle gibt, insbesondere den Außenseitern der Gesellschaft, damit nicht bald die ganze Gesellschaft zum Außenseiter wird. Dies erfordert das absolute und umfassende Recht auf Meinungsfreiheit...

Herzlichen Dank

Nouri Bouzid